Felsenlabyrinth Luisenburg im Fichtelgebirge ist Nationales Naturmonument
Naturjuwel im Fichtelgebirge erhält Auszeichnung
Mit dem 1. April startete das Felsenlabyrinth Luisenburg in die neue Saison, und zwar mit einer besonderen Auszeichnung: Seit Februar trägt das Naturhighlight im Fichtelgebirge offiziell den Titel „Nationales Naturmonument“. Damit zählt es zu den bedeutendsten Naturstätten Deutschlands und ist zugleich erst das zweite Areal in Bayern mit diesem Status.
Das Felsenlabyrinth Luisenburg steht bereits seit 1938 unter Naturschutz und hat sich über die Jahrzehnte zu einer beliebten Naturperle im Fichtelgebirge entwickelt. Eingebettet in die beeindruckende Landschaft verbindet es Geologie, Abenteuer und Naturgenuss zu einem Erlebnis, das Naturfans, Wanderer und Familien gleichermaßen begeistert. Die rund 300 Millionen Jahre alten Granitformationen sind nicht nur geologisch außergewöhnlich, sie prägen auch das markante Landschaftsbild und erzählen die Geschichte einer uralten
Erdlandschaft. Der Rundwanderweg durch das Labyrinth ist etwa 2,5 Kilometer lang und dauert je nach Tempo zwischen 1,5 und zwei Stunden. Dabei führen die Wege vorbei an gigantischen Granitblöcken, durch enge Felsspalten und kleine Schluchten bis hin zu spektakulären Aussichtspunkten, von denen man die umliegenden Wälder und Täler des Fichtelgebirges überblicken kann. Kurz vor dem Gipfel erwartet die Wanderer ein besonderes Highlight: die Teufelstreppe. Diese abenteuerliche Passage mit rund 30 steinigen Stufen zwingt fast jeden Besucher sich zu bücken und bietet ein intensives Naturerlebnis. Als größtes Felsenlabyrinth Europas zieht das Areal jährlich über 100.000 Besucher an und zählt zu den bedeutendsten Erlebnis-, Bildungs- und Forschungsorten der Region.
Kulturhighlight: Luisenburg-Festspiele
Direkt angrenzend an das Felsenlabyrinth sorgen die Luisenburg-Festspiele jährlich von Ende Juni bis Ende August für kulturelle Höhepunkte im Fichtelgebirge. Die traditionsreiche Freilichtbühne – eine der ältesten Deutschlands – bietet Platz für rund 1.900 Besucher und begeistert mit einem abwechslungsreichen Programm aus Schauspiel, Musik und Familienstücken. Auf der Bühne vor der beeindruckenden Naturkulisse der Granitfelsen werden jeden Sommer über 60 Aufführungen gezeigt, die Theatergenuss mit beeindruckender Landschaft verbinden.
Informationen sowie kostenlose Broschüren über das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder auf www.fichtelgebirge.bayern. News auf Facebook und Instagram.
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Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge
Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen
Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das
Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen,
abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und
inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.
Heilendes Nass in Bad Weißenstadt und Bad Alexandersbad
In Bad Weißenstadt, seit Juli 2025 offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In
den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.
Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung
Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutschtschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs
bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben
dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante
Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.
Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region
Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort
befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz,
gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.
Tradition, Handwerk und Alltag
Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region
verbunden ist.
Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose Broschüren über das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder auf www.fichtelgebirge.ba https://www.fichtelgebirge.bayern/ yern. News auf Facebook und Instagram.
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